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31. Mai 2021

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Mit Puppen, Sexwitzen und einem Scherzanruf brach er das Eis

Bis nach 20 Uhr tropften die Besucher am Samstagabend in die Aula der Mehrzweckhalle in Bergdietikon. Sie konnte das Champions-League-Finale und das schöne Wetter draussen nicht davon abhalten, an den ersten Anlass von Comedy am Bergli in diesem Jahr zu kommen. «Ihr verpasst nichts», versicherte Veranstalter Thomas Fischli zu Beginn. «Seid froh, dass ihr hier sein könnt, um nach dieser schwierigen Zeit wieder einmal zu lachen.»

Und gelacht wurde allenthalben. Anlass dazu gab der Auftritt des Schaffhauser Komikers Yves Keller alias «Chäller». Nach ersten Startschwierigkeiten – zugegeben, man musste sich zuerst wieder daran gewöhnen, an einer Veranstaltung zu sein – taute das Publikum auf.

«Chäller» konnte Lacher entlocken, die man aus Scham am liebsten zurückgehalten hätte. «Wegen der Reaktion meiner Freundin dachte ich eigentlich immer, ich sei gut im Bett. Bis ich herausfand, dass sie Asthma hat», schmetterte der Schaffhauser ins Publikum, begleitet von ausgelassenen Lachern.

Der 36-Jährige interagierte immer wieder mit den Leuten («Wer hier ist alles verheiratet? Hand nach oben! Wer glücklich?») und vermochte so das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Ein Highlight des Abends waren seine Einlagen als Bauchredner. Dazu hatte er diverse Puppen mitgebracht, die «Chäller Family», mit denen er ungezwungen Stereotype raushaute. Es gab den leicht senilen und notgeilen Opa Chäller («Der Rollator ist nicht meine einzige Stehhilfe»), den fussball- und alkoholbegeisterten Schwaben Dieter, den Inder mit Akzent und kompliziertem Namen und den koketten Kater Karl mit «Zürischnurre» und viel Bling-Bling.

«Das Publikum ist sehr schön mitgegangen»

Nach der ersten Halbzeit gab der Komiker und Moderator Fabian Rütsche ein kurzes Gastspiel. Der Toggenburger vermochte das Publikum mit Witzen über Jugendkrawalle zu Coronazeiten, seinem Alter (eine Dame aus dem Publikum schätzte den 30-Jährigen 50) und seinem Schnurrbart («Modell S und F, ‹schüch und flumig›») nach der Pause wieder in Stimmung zu bringen.

Zum Abschluss wagte «Chäller» ein «Chällerfon», wie er seine Scherzanrufe nennt. Dazu rief er wegen eines tropfenden Boilers den Pikettdienst einer Sanitärfirma an. Dabei verwirrte er den Mitarbeiter am Hörer mit Ausdrücken wie der «Durchfallpumpe» oder dem «Furzluftumwälzungstransporter». Das Publikum bemühte sich, ruhig zu bleiben. Der Mitarbeiter hingegen konnte sich das Lachen nicht verkneifen. Nach zwei Stunden und einer Zugabe verabschiedete das Publikum «Chäller» schliesslich unter Pfiffen und tosendem Applaus.

Für den Star des Abends war es erst der zweite Auftritt in diesem Jahr. Gleichzeitig war es «Chällers» erster in Bergdietikon. Sein Fazit nach der Show: «Ich fand es sehr toll, vor allem das familiäre Ambiente hier. Die Leute im Publikum sind sehr schön mitgegangen.» Dies bestätigten Michèle Oklé und Martin Frei, die ohne Erwartungen an den Anlass gekommen waren. «Es hat uns gut gefallen», sagten sie. Zugesagt hat der Abend auch der Bergdietiker FDP-Gemeinderätin Françoise Oklé. Nach der monatelangen coronabedingten Pause sei sie froh gewesen, wieder einmal lachen zu können.

Limmattaler Zeitung vom 31. Mai 2021 (Text: Sven Hoti, Bild: Henry Muchenberger)

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