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22. März 2021

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Die Module sparen Platz

Seit Ende Februar hat die Feuerwehr Bergdietikon ein neues Pikett-Fahrzeug. Im Einsatz war das sieben Tonnen schwere Gefährt zwar bisher noch nicht. Aber: «Es ist schon voll einsatzbereit», sagt Kommandant Stefan Brandenburger. Momentan ist der Materialwart noch damit beschäftigt, das viele Material, das im Fahrzeug verstaut ist, zu beschriften.

Im Gefährt der Tony Brändle AG können drei Personen sitzen. Im hinteren Teil des Wagens mit Allradantrieb hat die Feuerwehr im Ernstfall viel Platz für Schutzbekleidung, Schläuche, Feuerlöscher, Atemschutzgeräte, Sanitätsausrüstung und vieles mehr. «Speziell am neuen Fahrzeug sind die Modulwagen», sagt Stefan Brandenburger. Es gibt zum Beispiel einen Wagen mit Löschmaterial und einen mit Material für Ölunfälle. Die Feuerwehrleute können je nach Einsatz die verschiedenen Wagen mit Hilfe einer Hebebühne ins Auto laden. «So haben wir viel Material zur Verfügung, brauchen aber nicht mehr Platz im Auto», erklärt er.

Das Pikett-Fahrzeug, das die Feuerwehrleute nur PIF nennen, lässt sich auch von aussen sehen: Ein grosses Bild eines Feuerwehrmannes im Einsatz ziert den roten Wagen. «Auf unserem Löschfahrzeug ist ein ähnliches Bild zu sehen», sagt Brandenburger.

Der Feuerwehrkommandant hat mit einer Beschaffungskommission im Voraus verschiedene Fahrzeuge begutachtet und evaluiert, welches für die Bergdietiker Feuerwehr am geeignetsten ist. «Weil unser Depot keine sehr hohe Einfahrt hat, waren wir etwas eingeschränkt und die Fahrzeugbauer gefordert», sagt er. «Christian Rahm, Vorsitzender der Beschaffungskommission, hat viele Stunden in die Beschaffung investiert und war die Ansprechperson für den Fahrzeugbauer.» Die Feuerwehr Bergdietikon hat durchschnittlich etwa zehn bis 15 Einsätze pro Jahr. Eine Ausnahme gab es in diesem Winter: «Beim starken Schneefall im Januar mussten wir an einem Tag mehr als 20-mal ausrücken», erzählt Brandenburger. «Wir waren 14 Stunden am Stück unterwegs.» Das war der letzte Einsatz der Bergdietiker Feuerwehr.

Um den neuen Wagen fahren zu dürfen, brauchen die Feuerwehrleute mindestens einen Führerausweis der Kategorie C1, also einen für Kleinlastwagen. Die Mitglieder der Feuerwehr haben bereits Testfahrten mit dem neuen Pikett-Fahrzeug absolviert, um für den Ernstfall bereit zu sein. Auch Blaulicht und Martinshorn kann man beim neuen Auto einschalten. Dies allerdings nur bei Dringlichkeitseinsätzen, wie Brandenburger erklärt. «Ohne Blaulicht und Sirene haben wir im Strassenverkehr auch keine Sonderrechte», sagt er.

Knapp ein Drittel zahlt die Gebäudeversicherung

Die Bergdietiker Gemeindeversammlung vom 28. November 2019 hatte einen Kredit von 240’000 Franken für das neue Pikett-Fahrzeug genehmigt. Brandenburger kann nun Erfreuliches mitteilen: «Die tatsächlichen Kosten für den Wagen liegen leicht darunter. Insgesamt hat das Fahrzeug gut 230’000 Franken gekostet.»

Die Aargauische Gebäudeversicherung hatte eine Kostenbeteiligung von 30 Prozent in Aussicht gestellt. Brandenburger rechnet damit, dass sie diesen Anteil übernehmen wird. Stefan Brandenburger ist froh um das neue Pikett-Fahrzeug. «Es war Zeit», sagt er. Das vorherige Auto war 23 Jahre lang im Einsatz. Erst nach 20 bis 25 Jahren erhält die Feuerwehr von der Aargauischen Gebäudeversicherung jeweils Subventionen für ein neues Fahrzeug. «Der alte Wagen hat nicht mehr alle Sicherheitsanforderungen erfüllt», sagt er. Er sei überlastet gewesen und habe aufgrund von zwei Anhängern bei steilen Hängen Mühe gehabt. Das neue PIF habe mehr Kraft, den Berg hinaufzukommen, sagt Brandenburger. «Zudem sind die Platzverhältnisse im neuen Fahrzeug sehr grosszügig.»

Limmattaler Zeitung vom 22. März 2021 (Text: Virginia Kamm, Bild: Sandra Ardizzone)

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