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16. Juni 2016

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Wenn die Erde bebt

Ökologisch korrekt haben wir uns am Morgen mit Bus, Bahn und Tram nach Zürich begeben. Eigentlich hatten wir uns schon auf das historische Polybähnli gefreut, nur leider wurde das gerade revidiert. Aber auch das Tram hat uns zuverlässig auf den «Bildungshügel» befördert.

Am erdwissenschaftlichen Forschungs- und Informationszentrum der Eidgenössischen Technischen Hochschule an der Sonneggstrasse 5 wurden wir von drei freundlichen Studentinnen der Erdwissenschaften empfangen und in die Welt der Plattentektonik eingeführt. In einem anschaulichen Vortrag haben sie uns von mehreren historischen Erdbeben in der Schweiz berichtet und fachkundig erklärt, wie es dazu kam. Obwohl es eher unwahrscheinlich ist, dass in Zürich die Türme des Grossmünsters durch ein Erdbeben umkippen (wie in einer Fotomontage dargestellt), ist es durchaus möglich, dass im Wallis, in der Region Basel und im Bündnerland bei einem starken Erdbeben solche gravierenden Schäden vorkommen; leider dann wohl auch verbunden mit menschlichen Opfern.

«Einmal durchschütteln mit 7.3, bitte!»

Trotz aller Tragik eines solchen Ereignisses haben wir uns beim anschliessenden Besuch des Erdbebensimulators schon fast gut unterhalten! Wir spürten am eigenen Leib, wie es 2009 im italienischen l’Aquila (Magnitude 6.3) oder 1999 in Chichi in Taiwan (Magnitude 7.3) geschüttelt hat. Auch der Unterschied, wie ein Beben im ersten bzw. im zehnten Stock eines Gebäudes wahrgenommen wird, war sehr beeindruckend.
Im dritten Teil der Führung wurden wir durch den Innenhof des Instituts zu verschiedenen Stationen geführt, an denen uns die Anordnung und Dynamik der verschiedenen Erdplatten und die weltumspannende Auswirkung eines Erdbebens verdeutlicht wurde. Sogar unser eigenes kleines Erdbeben durften wir auslösen, indem wir in unmittelbarer Nähe eines Messgeräts alle gleichzeitig auf den Boden stampften.

Nachdem wir uns bei den netten Studentinnen für die Führung bedankt und uns von ihnen verabschiedet hatten, durften wir im Anschluss die weiteren Ausstellungsstationen im Lichthof besichtigen. Dieser ist übrigens an sich schon einen Besuch wert, da er auf sehr schöne Weise alte und neue Architektur verbindet. Die umfangreiche Mineraliensammlung und die Schaukästen zum Thema Erdgeschichte sowie die derzeitige Sonderaustellung «Bodenschätze» haben uns derart in ihren Bann gezogen, dass wir erst von unseren knurrenden Mägen daran erinnert wurden, dass es eigentlich Zeit fürs Mittagessen wäre.

So machten wir uns also auf den Weg ins Restaurant Tessin Grotto am Käferberg und genossen noch bis spät in den Nachmittag hinein das feine Essen und das schöne Wetter. Die Kinderschar brachte derweil den nahe gelegenen Waldspielplatz zum Beben und erforschte dabei die äussersten Schichten der Erdkruste, die sich schliesslich in vielfältigen Mustern auf der Kleidung wiederfanden.

Nadine Bosbach



Bericht: Familienverein Bergdietikon

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