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4. Dezember 2018

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Die Feuerwehr kommt auf die Schwalben

Die Schwalben haben Bergdietikon schon lange Richtung Süden verlassen. Zurück blieben die Behausungen, die gereinigt werden müssen. Eine Aktion der Feuerwehr in Brugg regte mich an, ebenso Hilfe zu holen (Bericht im Milan 3/2018). An der Kindhauserstrasse lebt wohl die grösste Schwalbenkolonie von Bergdietikon. Der Aufwand für die Reinigung ist für den Besitzer riesig, denn die Nester sind hoch oben unter dem Hausdach. All die vergangenen Jahre stellte er alleine eine Leiter auf, um die Nester zu putzen. Im Sommer kam die Präsidentin der Naturschutzgruppe mit ihm ins Gespräch. Zu dem Zeitpunkt herrschte grosser Betrieb, an die künstlichen Nester dockten die Schwalben sogar eines aus Lehm an. Es mussten definitiv mehr Häuschen gekauft werden. Später baten wir unsere Feuerwehr, ob sie im Herbst vielleicht helfen könnte, die Nester herunterzuholen. Die Antwort kam postwendend: «Klar, das machen wir!»

Auch Offiziere halfen mit

Am 3. November war es soweit. Punkt 10 Uhr kam das TLF angefahren. Fünf Feuerwehrmänner, darunter auch Offiziere, kamen von allen Seiten her. Jetzt ging es aber flott: Sie holten die grossen Leitern vom Wagen (wir haben keine Drehleiter) und setzten sie zielgerichtet und millimetergenau an die Hauswand. Einer schraubte die Nester oben los. Er reichte sie weiter zum nächsten Mann. Unten warteten der Besitzer und die Präsidentin der Naturschutzgruppe. Schnell die Schrauben lösen und den Inhalt vorsichtig herausholen. Es ist schon erstaunlich, was ein zwanzig Gramm schweres Vögelchen alles anschleppt, um seine Jungmannschaft aufzuziehen. Nun mussten wir mit dem Bunsenbrenner die Parasiten entfernen. Noch kurz eine Nummer auf die Holzbretter, damit sie wieder die richtige Reihenfolge hatten. Schrauben wieder dran, und schnell ging es von Hand zu Hand wieder unters Dach. Die Aktion ging so zügig voran, immer kamen Nester von oben zu uns und umgekehrt wieder hinauf. Der Besitzer meinte: «Du, das ist ja heute richtig stressig!» Die Feuerwehrmänner hatten den Plausch dran und meinten: «Das machen wir jetzt jedes Jahr.» Nach einer guten Stunde war die Arbeit erledigt. Über den Zustupf in die Feuerwehrkasse freuten sich alle. Das TLF kam wieder angefahren und die Leitern wurden eingezogen.

Am Schluss bleibt ein herzliches Dankeschön für diesen tollen Einsatz – es ist eine aktive Hilfe für die Natur.

Anita Weibel



Bericht: Naturschutzgruppe Bergdietikon

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