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6. Mrz 2017

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Sie spielten, bis die Bande im See versank

Die Eishockey-Schweiz ist im Playoff- Fieber. Heute startet die heisse Phase in der National League A. Im Limmattal herrscht mit Ausnahme von Urdorf schon seit geraumer Zeit kein Eishockey- Fieber mehr. Das war einmal ganz anders. Neben dem EHC Urdorf, der letztes Jahr seinen 75. Geburtstag feierte, existierten einst weitere Limmattaler Vereine, die mit Hingabe dem Puck nachjagten.

Einer davon war der EHC Schlieren. Auch er htte im vergangenen Jahr sein 75-Jahr-Jubilum feiern knnen, wre er nicht in den 1990er-Jahren aufgelst worden. Aus der Taufe gehoben wurde er am 26. Dezember 1941 von neun jungen Mnnern im Alter von 15 bis 18 Jahren. Gespielt wurde in den Grnderjahren auf Natureis, vorwiegend in Urdorf, Hedingen oder Affoltern am Albis. In Schlieren selber gab es keine Eisflche.

Zrich war frher dran

Damit ging es den Schlieremern wie so vielen Eishockey-Pionieren. Auch der 1908 gegrndete Akademische Eishockeyclub Zrich (AECZ), der lteste Eishockeyverein der Stadt Zrich, musste seine ersten Spiele auswrts austragen, und zwar in Rschlikon, ehe er in Oerlikon und auf den Tennispltzen beim Grand Hotel Dolder neue Spielmglichkeiten fand. Diese prekren Bedingungen hielten den AECZ jedoch nicht davon ab, 1916 den Schweizer-Meister-Titel zu erringen. Ein weiterer Hhepunkt bildet 1929 ein Spiel auf dem Sechselutenplatz gegen Davos. Die Eisbeschaffenheit war derart miserabel, dass der Ruf nach einer Kunsteisbahn in Zrich immer lauter wurde. Und tatschlich tat sich was. Bereits ein Jahr spter wurde auf dem Dolder die erste Kunsteisbahn der Schweiz erffnet.

Von solchen Verhltnissen konnten die Schlieremer nur trumen. Zur Vorbereitung auf die Saison, in der sie ausschliesslich gegen andere Mannschaften antraten, die ebenfalls noch nicht dem 1908 gegrndeten Schweizerischen Eishockeyverband angehrten, reisten die Limmattaler jeweils nach Engelberg. Dort mieteten sie sich ein Haus und kochten gemeinsam, um die Kosten tief zu halten. Viel wichtiger schien ihnen aber ohnehin der Teamgeist zu sein. Denn auch im Sommer traten die jungen Schlieremer Eishockeyaner gemeinsam in Erscheinung, sei es an verschiedenen Strassenlufen oder an Grmpelturnieren in der Region.

Strassenlampen am Eisfeld

1946 trat der EHC Schlieren schliesslich dem kantonalen und dem Schweizerischen Eishockeyverband bei. ber eine eigene Eisflche verfgte er da noch nicht. Diese entstand erst 1955 durch Fronarbeit der Vereinsmitglieder. Auf dem Hartplatz der Turnanlage Moos konnte im Winter jeweils eine Eisflche erstellt werden. Nun waren zumindest Trainings in Schlieren mglich, auch weil vor den Einheiten eine Beleuchtung mit Strassenlampen erstellt wurde. Fr Meisterschaftsspiele war der Platz jedoch zu klein.

Es war daher eine grosse Erleichterung fr die Schlieremer, dass ihnen auf der 1966 erbauten Kunsteisbahn Weihermatt in Urdorf Gastrecht gewhrt wurde. Mit den neuen Mglichkeiten kam auch der sportliche Erfolg. Bereits 1968 stieg der EHC Schlieren in die 2. Liga auf. Bis in die 1990er-Jahre pendelte das Team zwischen der 2. und 3. Liga. Dann brauchte der EHC Urdorf immer mehr Eiszeit fr den eigenen Nachwuchs und die Schlieremer mussten sich nach neuen Spielsttten umsehen. Fndig wurden sie in Wettingen, Dbendorf und Dielsdorf. An eine Nachwuchsfrderung war unter diesen Umstnden nicht mehr zu denken. Als schliesslich GC2 dem EHC Schlieren eine Spielvereinigung vorschlug, sagte man zu. Der Verein war damit Geschichte.

Ein schmuckes, aber sehr witterungsabhngiges kleines Eisstadion konnte der 1950 gegrndete EHC Bergdietikon sein eigen nennen. Gespielt wurde auf dem gefrorenen Egelsee. Jeweils am Vortag eines Spiels wurde die Eisflche prpariert. Linien mussten aufgezogen, Banden und Spielerbnke aufgestellt werden. Einzig eine Garderobe gab es beim See nicht. Umziehen mussten sich die Spieler im Restaurant Egelsee und dann zu Fuss zum Spielfeld. Es konnte schon einmal vorkommen, dass diese Bemhungen vergebens waren. Tauwetter machte den Spielern immer wieder einen Strich durch die Rechnung.

Eis knirschte unter der Last

Wurde gespielt, dann waren die Partien gut besucht. An schnen Tagen war der Andrang gar so gross, dass das Eis unter der Last der Zuschauer zu knirschen begann. Der Eintritt in das kleine Stadion betrug fr Nichtvereinsmitglieder einen Franken. Passivmitglieder, von denen es etwa 100 gab, konnten gegen einen Jahresbeitrag von fnf Franken die Spiele gratis besuchen.

Lange existierte das Eisstadion jedoch nicht. Wegen des warmen Wetters mussten Partien immer hufiger abgesagt werden. Bereits 1958 musste der Spielbetrieb eingestellt werden. Die letzte Spielfeldabschrankung versank schliesslich im Egelsee.

In erster Linie zum Vergngen spielte man in Birmensdorf Eishockey. Der 1990 aus der Taufe gehobene Verein nahm an der Zentralschweizerischen Plauschliga teil. Er existierte bis 2007. Dann erfolgte der Zusammenschluss mit dem 1966 gegrndeten EHC Dietikon und dem EHC Kleindttingen zum HC Limmattal Wings. Diese tragen ihre Heimspiele noch heute in Wettingen aus. Zusammen mit dem EHC Urdorf halten die Wings die lange Limmattaler Eishockeytradition hoch.

Limmattaler Zeitung vom 4. Mrz 2017 (Sandro Zimmerli, Bild: zVg)

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