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17. März 2020

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Im Zeichen unseres Wappenbaums

Diesen Beitrag möchte ich dem Eichenbaum widmen. Zum einen, weil die Schweizer Baumtagung im November 2019 in Genf die Eiche ins Zentrum stellte, in Anbetracht von ökologischen, klimatischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kriterien. Zum anderen, weil die Eiche unser schönes Gemeindewappen seit bald 150 Jahren prägt.

Die Bedeutung für Bergdietikon

1872 soll das Wappen mit dem Eichenbaum erstmals auf dem amtlichen Gemeindesiegel abgebildet worden sein. Das Eichenmotiv wurde gewählt, weil die Gemeindevorsteher früher angeblich im Hof Eichholz gewohnt haben sollen. Der Dreiberg ist als Hinweis auf die hügelige Lage der Gemeinde zu verstehen (Wikipedia).

Wenn das Thema Pflanzenverwendung im öffentlichen Raum der Gemeinde Bergdietikon aufkommt und ich in den Prozess involviert werde, versuche ich, wenn immer möglich, die Artenvielfalt mit einem oder mehreren Eichenbäumen zu ergänzen. Die Eiche hat für Bergdietikon einen symbolischen Charakter. Ein stattlicher, beständiger und kräftiger Baum, der meiner Meinung nach perfekt als Symbol für unsere schöne Gemeinde passt. Aus diesem Grund hat es mich sehr gefreut, dass wir nach dem Umbau vom Schulhaus 2 eine Eichenallee mit vier Säuleneichen zwischen dem Schulhaus 2 und dem Gemeindehaus realisieren durften und dass auch das Team der Kita Bergdietikon sich nach reiflicher Prüfung, auch in Hinsicht auf die Biodiversität, für einen Eichenbaum als Schattenspender entschieden hat. Weitere gepflanzte, schon ältere Eichenbäume stehen unter anderem ums Schulhaus 1 oder im Langenmoos (Geschenk umliegender Gemeinden).

Gewinnung an ökologischer Bedeutung

Je grösser ein Baum, umso wichtiger ist seine historische und kulturelle Bedeutung für die Gesellschaft. Bekanntlich übernehmen Bäume – gerade auch in Städten – über die Blätter wie auch die Wurzeln eine wichtige Funktion als CO2-Filter und Luftreiniger. Angesichts der bereits spürbaren Klimaveränderungen sind Bäume in Städten und Agglomerationen unverzichtbar. Hier spricht man vor allem von ökosystemischen Leistungen, welche ein Baum erbringt. Im Zug der Klimaerwärmung um geschätzte zwei Grad wird im Schweizer Mittelland im Jahr 2070 ein Klima herrschen, wie man es derzeit von Neapel oder Rom her kennt. Besonders Eichen, sofern sie sich in einem guten Zustand befinden, können solche klimatischen Szenarien offenbar gut meistern. Damit gehören Eichen in Bezug auf den Klimawandel also zu den Gewinnern. Hierzu zählt vor allem die Traubeneiche (Quercus petraea), die sich auf Grund ihrer Resilienz gegenüber den Klimaveränderungen als besonders geeignet entpuppt hat. Auch die Flaumeiche (Quercus pubescens, das ist die bei der Kita gepflanzte Eiche) könnte an Bedeutung gewinnen. Eichen vertragen Wärme gut und gehen besonders sparsam mit Wasser um. Durch die einheimischen und die aus dem restlichen Europa stammenden Eichenarten (Biodiversität hört nicht an der Grenze auf …) ist auch die wichtige Biodiversität für unsere Fauna gegeben. Weltweit zählen wir etwa dreihundert Eichenarten. 234 davon stehen in Amerika, 22 Arten in Europa.

Die Eiche kommt grundsätzlich in der ganzen Schweiz, natürlich gewachsen, in unseren Mischwäldern vor. Eine Häufung haben wir vor allem in der Westschweiz. Im Kanton Genf setzen sich etwa 60% der Wälder aus Eichen zusammen (in der Deutschschweiz nur 2,2%). Da sich diese Wälder als besonders gesund taxieren lassen, werden Projekte gefördert, welche zur Förderung des Eichenanteils auch in der restlichen Schweiz beitragen. 377 Quadratkilometer wurden dabei als potenziell geeignete Gebiete für Eichen im Mittelland, im Wallis und im Kanton Tessin definiert.

Der Eichenbaum im Hausgarten

Da der Eichenbaum sehr gross werden kann, kommt er oft nur auf grossen Grundstücken mit reichlich Platz in Frage. Eine Ausnahme bildet die immergrüne Steineiche (Quercus ilex) oder die Flaumeiche (Quercus pubescens), welche wir bei der Kita, unweit vom Eingang des MGS gepflanzt haben. Diese zwei Eichenarten sind als Zuchtformen auf Hochstämmen zu bestellen und kommen mit eher kompakten Kronen daher. Die Früchte der malerischen Flaumeiche eignen sich übrigens hervorragend zum Basteln. Mitunter sicher auch ein Grund, weshalb er heute bei der Kita steht.

Lassen Sie sich vor dem Baumkauf vom Fachmann beraten, auch bezüglich der einzuhaltenden Grenzabstände zu Nachbargrundstücken für den gewünschten Standort.

Der König des Waldes

Bei fast allen Völkern war die Eiche heilig. Wegen der religiösen Bedeutung wurde unter Eichen Gericht gehalten. In der Mythologie gilt die Eiche als König des Waldes und als Baum der Wahrheit. Ebenfalls wurde die Eiche zum Baum des Kriegers und damit unter anderem dem Kriegsgott Mars geweiht. Dies stellt sie mit ihrer Standfestigkeit und Robustheit immer wieder unter Beweis.

Einen schönen Start in den Frühling wünscht Ihnen:

Stefan Häusermann
Eidg. dipl. Gärtnermeister


Quellen: Wikipedia und Der Gartenbau; Bild: Adobe Stock

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