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7. Juni 2019

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Wieso beim Egelsee ein Drohnenverbot nötig ist

«Gerade am vergangenen Wochenende war leider wieder eine grosse Abfall-Sauerei beim Egelsee festzustellen», sagt der Bergdietiker Gemeindeschreiber Patrick Geissmann. Ein leidiges Thema, gegen das die Gemeinde Bergdietikon schon länger ankämpft. Extra wurden vor einiger Zeit schon ein Toi-Toi-WC und eine Abfallstation installiert. Aber weil immer mehr Leute das Naturjuwel Egelsee für sich entdecken, wird der Kampf für Sauberkeit und Ruhe nicht einfacher. Zuletzt nahm die Anzahl Drohnenpiloten zu, die mit ihren surrenden Flugobjekten auf Entdeckungsreise gehen und das Bijou im Wald von oben fotografieren oder filmen. Der Lärm der Drohnen stört die Tierwelt im Schutzgebiet, insbesondere die Brutvögel. Und Lärm ist verboten.

Nachdem Aufseher und Wildhüter Rudolph Vogel zuletzt vermehrt Drohnenpiloten auf das Lärmverbot aufmerksam machen musste, hat der Gemeinderat nun auch noch ein explizites Drohnenflugverbot im Egelseeschutzgebiet erlassen.

«Zusätzlich zum neuen Verbot wird die Gemeinde diesen Sommer neue Informationstafeln montieren. Darauf ist detailliert und noch besser sichtbar aufgeführt, was beim Egelsee nicht erlaubt ist», sagt Gemeindeschreiber Geissmann. Neben Drohnen sind immer wieder Gummiboote und Luftmatratzen anzutreffen, die im empfindlichen Egelseeschutzgebiet ebenso verboten sind. Die Plastikteile sind nicht nur auf der Limmat im Trend. «Wir hoffen, mit dem Verbot und den neuen Tafeln die Besucher des Egelsees dazu anzuhalten, sich den Regeln entsprechend anständig zu benehmen», sagt Geissmann.

Kanton unterstützt Verbot

Das neu erlassene Drohnenflugverbot erweitert das Reglement über den Schutz und die Nutzung im Gebiet Egelsee, das die Bergdietiker Gemeindeversammlung 1983 erliess, womit die Gemeinde zur Naturschutzgebiet-Pionierin im Aargau wurde. Basierend auf dem heutigen Baugesetz konnte nun der Gemeinderat das explizite Drohnenflugverbot erlassen. «Wir führten im Vorfeld auch Gespräche mit dem Kanton. Dieser steht auch hinter dem neuen Verbot», sagt Gemeindeschreiber Geissmann.

Die neuen Tafeln werden sowohl beim südlichen als auch beim nördlichen Zugangsweg zum See montiert. Auch beim Sprungturm mit Feuerstelle am Seeufer soll eine Tafel zu stehen kommen. Bewusst hat man sich für zusätzliche neue Tafeln und nicht für eine Aktualisierung oder Ergänzung heutiger Tafeln entschieden. «Das Verbot von Luftmatratzen und Gummibooten gilt schon lange, doch wurde es bisher zu wenig wahrgenommen», sagt Gemeindeschreiber Geissmann.

Müssen Fehlbare Bussen befürchten? «Der Gemeinderat war bisher zurückhaltend mit Bussen. Auch in Zukunft hofft er auf die Mitwirkung und Zivilcourage der Bevölkerung», sagt Geissmann. Helfen alle mit, so sind gar nicht viele Bussen nötig. Mit dem expliziten Drohnenverbot ist aber klar, dass auch Drohnenpiloten Bussen erhalten können.

Auto, Töff und Pferde

Aufseher Rudolph Vogel stellte letztes Jahr nicht nur Drohnen, Gummiboote, Luftmatratzen und Littering fest. Auch ein Auto, einen Töff, Reiter sowie eine Pferdekutsche traf er vor Ort an. Zudem musste er eine grosse Menschengruppe vom Zelten im Schutzgebiet abhalten, illegale Feuerstellen und laute Partymusik unterbinden und illegale Fischer fortschicken.

«Auch wenn ich kein Freund von Verbots- oder Hinweistafeln bin, sollte man sich doch überlegen, bei der ersten Feuerstelle und beim Auslauf ein Schild zu platzieren», schrieb Vogel diesbezüglich in seinem Jahresbericht 2018. Der Gemeinderat hat diese Überlegungen nun mit dem Verbotserlass und dem Entscheid für zusätzliche Tafeln abgeschlossen. Wenn sich nun auch alle Egelsee-Besucher etwas überlegen und die Natur mit Köpfchen statt mit schwimmendem Plastik und Lärm geniessen, wird auch künftig kein rigoroses Bussensystem nötig sein.

Limmattaler Zeitung vom 1. Juni 2019 (David Egger)

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