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25. September 2017

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An der Metzgete geht es nicht nur um die Wurst

Man nehme 80 Kilogramm Sauerkraut, 10 Kilo Speckwürfel, 7 Kilo Zwiebeln und jede Menge Knoblauch – und stelle damit eine gelungene 42. Ausgabe der Bergdietiker Metzgete auf die Beine. Doch nur mit den Zutaten allein ist es noch nicht getan: «Mit viel Liebe gerührt» sei das Ganze, sagte Küchenchef Roger Weidenmann am Samstagabend. Nötig waren auch viele freiwillige Helferinnen und Helfer: Rund 100 standen im Einsatz. An zwei Abenden füllten sich die Räume im Werkhof mit zahlreichen Besuchern, die sich mit Blut- und Leberwürsten, Rösti oder Spiegeleiern verköstigten, während Kinder durch die Gänge rannten.

Wichtig für die Gemeinschaft

Der frühere Gemeindepräsident Paul Meier liebt solche Szenen: «Es ist einfach schön, wenn die Kinder draussen spielen und sich die Erwachsenen drinnen erzählen, dass es früher nicht anders gewesen sei», sagte er. Es sei wichtig, dass eine Gemeinschaft solche Anlässe pflege, die den direkten Austausch trotz Internet noch ermöglichten. Deshalb engagiere er sich gerne seit 16 Jahren als Präsident der Dorfgemeinschaft.

«Wenn man im Alltag nicht so viel Zeit hat, bietet die Metzgete eine sehr gute Gelegenheit, Menschen aus dem Dorf wiederzusehen», sagte Beatrice Walz, die den Anlass mit ihrer Mutter Verena Meier besuchte. Er gehöre einfach zur Tradition. Auch Walter Schuler aus Spreitenbach war wegen der Gemeinschaft gekommen: «Ich bin in Bergdietikon aufgewachsen und nun nach zehn Jahren wieder dabei.» Für den 26-jährigen Matthias Brücker, bekannt als Schauspieler des Theaters Hora, war der Anlass etwas zu laut: Zwar sei die Rösti und das Steak gut gewesen, sagte er. Aber seine grosse Liebe sei nicht dabei und zudem verstehe man sich kaum, sodass er sich früh wieder verabschieden werde. Ganz anders klang es am Nebentisch: «Schon gestern gehörten wir zu jenen, die zuletzt gingen», verriet David Tüscher lachend und Selina Oester ergänzte: «Die Stimmung war einfach grossartig.»

Bis im Jahr 2000 seien noch rund 800 Blut- und Leberwürste nach altem Rezept hergestellt worden, erzählte Peter Peyer. Er weiss, wovon er spricht: Sein Vater Jakob Peyer habe die Dorfgemeinschaft 1975 mitgegründet, verriet er. An diesem Abend sass mit seinem Sohn aber schon die nächste Generation der Metzgete-Fans neben ihm.

Limmattaler Zeitung vom 25. September 2017 (Cynthia Mira)

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