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12. September 2017

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Wieder kein Rosenjahr

«Dieses Jahr ist kein Rosenjahr.» Das haben Gartenbesitzer und Rosenfreunde schon letztes Jahr von mir gehört. Und dieses Jahr also schon wieder? Das sage nicht nur ich, sondern es ist auch ein Thema in der Fachwelt. Vorwiegend Pilzkrankheiten, aber auch Schädlinge setzen der Königin der Blumen in diesem Jahr wieder stark zu. Der Grund sind die grossen Temperaturschwankungen und die stetigen Wetterwechsel, die auch anderen Pflanzen zusetzen. Vor allem die vielen Regentage in den Sommermonaten fördern aktiv die Entwicklung und Ausbreitung der Pilzkrankheiten.

Züchtungen werden robuster

Während von den oben beschriebenen Symptomen im letzten Jahr fast alle Rosen betroffen waren, ist in diesem Jahr etwas anders: Die robusten, resp. die als robust geltenden Sorten sind meist nicht oder nur wenig befallen. Ich sehe das oft in Rosenbeeten, die mit verschiedenen Sorten aufwarten. Vor allem ältere Bestände sind meist nicht sehr resistent gegen die gängigsten Pilzkrankheiten. Da sind Neuzüchtungen, wo neben Farbe und Duft auch explizit die Pflanzengesundheit ein wichtiges Kriterium ist, klar im Vorteil.

Oft höre ich das Vorurteil, dass die «gesunden» Züchtungen nicht so stark duften oder auch optisch nicht genügend ansprechen. Dies war vielleicht in den Anfängen der gezielten Züchtung so. Heute jedoch werden die Züchtungen stetig weiterentwickelt, sodass auch beliebte Sorten immer robuster werden. Wichtig ist beim Rosenkauf, dass Sie sich über die Robustheit der einzelnen Sorten informieren. Die meisten Produzenten oder Wiederverkäufer arbeiten mit spezifischen Symbolen wie z.B. Marienkäfer etc. auf der Pflanzenetikette oder im Pflanzenbuch, die für anspruchslose Sorten stehen. Ein wichtiges Qualitätszeichen bei Rosen ist das ADR-Prädikat. ADR steht für Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung. Die Kriterien dieser strengen Prüfung beinhalten nicht nur Form, Farbe und Zierwert der Pflanze, sondern vor allem auch deren Blattgesundheit.

Auf den passenden Standort achten

Ein wichtiges Kriterium für gesunde Pflanzen ist auch der geeignete Standort. Rosen lieben offene, meist sonnige und nur zum Teil halbschattige Lagen. Extrem heisse Böschungen und windstille Lagen sind mit Ausnahme der sehr robusten Sorten meist ungeeignet. Grundsätzlich bevorzugen Rosen eine grüne Umgebung. Im Bereich von Beton, Steinen, Plattenbelägen und Asphalt sind vor allem der Sortenwahl, der Bewässerung und dem regelmässigen Pflanzenschutz eine grössere Bedeutung zu schenken. Stauende Nässe schadet den Rosen, wie auch den meisten anderen Pflanzen. Die Erde sollte mittelschwer bis schwer (also keinen Kompost beimischen!), unverbraucht und tiefgründig sein.

Pflanzenschutz ist Pflicht

Ausser bei Bodendecker- oder Ökorosen ist der regelmässige chemische oder biologische Pflanzenschutz bei unseren Beet- und Kletterrosen leider unumgänglich. Gegen Pilzkrankheiten wird vorbeugend gespritzt. Gegen fressende Schädlinge kann bei guter, regelmässiger Kontrolle das Anfangsstadium der Frassspuren abgewartet werden, jedoch sollten Sie dann bei Befall schnell handeln. Chemische Mittel werden alle zwei bis drei Wochen angewendet, die gängigen biologischen Mittel müssen in kürzeren Abständen eingesetzt werden, da deren Wirkung noch nicht so nachhaltig ist, wie bei den chemischen Mitteln. Aber auch da wird sich in nächster Zeit hoffentlich noch einiges tun.

Wichtig ist, dass die Mittel, resp. der Wirkstoff, regelmässig abgewechselt werden, damit sich keine Resistenzen bei Krankheiten oder Schädlingen bilden. Sie können die meisten für Rosen vorgesehenen Fungizide mit den Insektiziden mischen. Auch empfehle ich, einen Flüssigdünger der Spritzung beizumischen, damit die Blätter noch besser gestärkt werden und das Spritzmittel noch besser am Blatt haftet. Bitte beachten Sie jedoch die Packungsbeilagen und lassen Sie sich von Ihrem Gärtner oder im ausgewiesenen Fachhandel beraten. Befallene Blätter oder Triebe, die Sie bei starkem Befall zurückschneiden, entsorgen Sie bitte im Hauskehricht und nicht im Kompost, da sich die Sporen mit der Komposterde sonst weiterverbreiten könnten. Nach dem Blattfall im Herbst nehmen Sie bitte das ganze Rosenlaub sauber zusammen, damit auch keine Krankheiten im Rosenbeet überwintern.

Einen goldigen Herbst wüscht Ihnen

Stefan Häusermann
Eidg. Dipl. Gärtnermeister


Die gängigsten Krankheiten und Schädlinge bei Rosen

  • Echter Mehltau ist leicht zu erkennen. Der Pilz legt sich als weisser, mehlartiger Belag auf die Knospen, Blätter und Triebspitzen. Die Blätter rollen sich auch oft leicht ein.
  • Rosenrost bildet – wie sein Name schon verrät – gelborangene Flecken an der Oberseite der Blätter und orangefarbene, später braunschwarze Pusteln an der Blattunterseite. Ist die Rose stark befallen, kann sie ihre Blätter verlieren.
  • Sternrusstau gilt als besonders aggressiv. Die Symptome sind violettschwarze, sternförmige Flecken, deren Ränder gefranst sind. Die Blätter verfärben sich gelb und fallen ab.
  • Blattläuse gehören zu den häufigsten Schädlingen an Pflanzen überhaupt. Überwiegend junge Triebspitzen und Blütenknospen befallend, vermehren sich die Rosenschädlinge vorwiegend im Frühjahr und Frühsommer bei trockener Witterung und warmen Temperaturen. Die Folge sind Verkrüppelungen der befallenen Pflanzenteile und Wachstumsprobleme. Ein zuverlässiges Anzeichen, dass Ihre Rosen von Blattläusen befallen sind, ist der sogenannte Honigtau. Dieser von den Läusen ausgeschiedene Zuckersaft überzieht die Pflanzen mit einem klebrigen Belag.
  • Der typische Buchtenfrass an den Blatträndern verrät uns die Aktivität des Dickmaulrüsslers. Bei starkem Befall kann sogar Kahlfrass erfolgen. Nicht selten schädigt auch die Larve des Dickmaulrüsslers im Boden das Wurzelwerk der Rosen.

Quelle: Mein schöner Garten


Bild: Christiane / Fotolia

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