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19. Mai 2017

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Heimat, die klingt

«Bongo, bongo» von Heinz Lemmermann sangen die Sänger und kamen wippenden Ganges in die Kirche. Das ist ihre Heimat: Singen und Vergnügen bereiten. Wie vielfältig Heimat sein kann, erfuhr das Publikum in den nächsten anderthalb Stunden. Dazu gehörten «Glocken der Heimat» von Robert Pappert ebenso wie «Mys Freiamt» des Hägglinger Komponisten Kurt Seiler.

Durch das Programm führte Viktor Stutz. Über Sprache und Heimat sagte er: «Die Sprache ist ein wichtiger Teil der Heimat, ein erkennbares Element.» Wie stark Sprache mit Heimat zusammenhängt, bewiesen die Sänger mit Emil Aligs «Alla Mattina» und dem rätoromanischen Schlaflied «Dorma bain» von Nuot von Moos. Die Tenöre Michael Wernig, Markus Eggert und Albert Müller sangen je ein kurzes Solo.

Gefühlvolle Sänger

Um Heimat und Liebe ging es bei «Anuschka» von Udo Jürgens und Wilhelm Deckers «Der Spielmannsknab». Die Sänger sangen gefühlvoll. Dass ihre Heimat der Gesang ist, dass sie sich hier wohlfühlen, besangen die Männer mit viel Humor bei der Uraufführung von «Bestäube» von David Lang. Der Komponist beschreibt darin die Freuden und Mühen einer Biene beim Bestäuben. «Sss» tönte es durch die Kirche Bergdietikon, und die Sänger freuten sich sichtlich über diese Neukomposition. Mit «Südliche Sommernacht» von Otto Groll liess der Männerchor auch ein wenig Fernweh aufkommen. Viel stärker kam Gerhard Winklers «Chianti-Lied» in der Kirche Bergdietikon an. Dirigentin Liuba Chuchrova leitete den Männerchor Rudoflstetten-Friedlisberg und Bergdietikon in gewohnt strenger, aber sympathischer Manier. Am Klavier begleitete Pavel Pozdyshev.

«Bitte nehmt den Ton ab»

Eine feine, zarte Darbietung mit Tiefgang bot Lorenz Mühlemann mit Akkord- und Violinzither sowie einem Hackbrett. Mühlemann leitet das Zither-Kulturzentrum in Trachselwald. «So einen gemischten Chor werden wir nie mehr haben, bitte nehmt den Ton ab», sagte er dem Publikum. Dieses folgte der Anweisung und sang «Luegid vo Bärg und Tal», während Mühlemann die Violinzither erklingen liess. Lorenz Mühlemanns Auftritt passte bestens zum Konzert «Singende und klingende Heimat» des Männerchors. Das Publikum belohnte die Sänger mit kräftigem Applaus und verlangte nach Zugaben. Mit viel Schalk, aber dennoch präzis wurden «Der Hahn von Onkel Giacometto» und das «Bierlied» dargeboten. Mit neuerlichem «Bongo, bongo» führten die Sänger ihr Publikum zum Apéro.

Bremgarter Bezirks-Anzeiger vom 9. Mai 2017 (Ruth Meier)

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