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3. April 2017

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Sind Kerzen was für Reformierte?

Mit Kerzen geht eine feierliche und oft genug auch besinnliche Stimmung einher, die meisten Menschen lieben ihr warmes, flackerndes Licht. Kein Wunder, dass sie aus vielen Kirchen nicht wegzudenken sind. In katholischen Kirchen sind sie gar ein Muss, vor allem bei der Verehrung der Mutter Jesu und der Heiligen. In reformierten Kirchen ist es allerdings nicht generell üblich, Gebetskerzen anzuzünden. Bisher gilt das auch für die reformierte Kirche in Bergdietikon. Nun gibt es aber Bestrebungen, das künftig zu ändern. In der aktuellen Ausgabe des Gemeindeblattes (Reformierte > Downloads) schreibt die Kirchenpflege: «Verschiedentlich ist der Wunsch aufgekommen, in der Kirche eine Kerze entzünden zu können.» Ganz unabhängig von ihrer Konfession schätzten es viele Menschen, zum Gebet eine Kerze anzuzünden. «Vielleicht möchte man mit diesem Ritual an einen lieben Menschen denken, der gerade durch schwierige Zeiten geht, oder man möchte mit einer kleinen Geste seinen Dank für eine gelungene Lebenserfahrung ausdrücken.»

Allerdings möchte die Kirche nicht diejenigen Gläubigen irritieren, die Kerzen in einer reformierten Kirche als ortsfremd empfinden. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben sinnliche Zeichen dort wieder Einzug gehalten. «So wurden etwa die Taufkerzen, die heute ganz selbstverständlich zu unseren Taufgottesdiensten gehören, noch bis in die 1990er-Jahre hinein von vielen als störend und ‹zu katholisch› abgelehnt», so die Kirchenpflege. Und der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) bestätigt auf seiner Internetseite, dass es immer mehr reformierte Kirchen gebe, in denen man eine Kerze anzünden oder ein Fürbitten-Buch finden kann.

Abstimmung am 20. Juni

Diesen Trend weg von der reinen Nüchternheit hin zu vermehrt emotionalen Aspekten will man in Bergdietikon nun ausloten. Ab dem heutigen Samstag bis zum 30. Juni wird probeweise eine Anlage der Firma Kerzenschmelze in der Kirche aufgestellt. Geklärt werden soll, ob es tatsächlich einem breiteren Bedürfnis entspricht, Kerzen in der Kirche anzuzünden, und ob die Kerzenanzünd-Anlage sich harmonisch in den Kirchenraum einpasst. An der Kirchgemeindeversammlung vom 20. Juni werden die Gemeindemitglieder dann über den Verbleib der Anlage abstimmen. Pfarrer Emanuel Memminger, nach seiner persönlichen Meinung befragt, möchte sich bewusst nicht äussern, um nicht in die Diskussion einzugreifen: «Sie soll möglichst ergebnisoffen geführt werden.» Dies entspreche auch dem Wunsch der Kirchenpflege. Eine offene Diskussion werde es dann an der Kirchgemeindeversammlung geben.

In anderen Kirchen unbekannt

In der Reformierten Kirche Schlieren hat es noch keine Diskussion über das Anzünden von Kerzen gegeben. Ursula Gütlin-Plüer, Präsidentin der Kirchenpflege: «Die Kerzenfrage ist bei uns bisher noch nicht aufgetaucht; wie wir bei entsprechenden Wünsche reagieren würden, ist also noch nicht geklärt.» Und auch in der reformierten Kirchgemeinde Dietikon hat man sich noch nicht mit dem Thema befasst. Kirchenpflege-Präsident Hansjörg Gloor erklärt, dass in den sechs Jahren, seit er amtet, Kerzen von den Gläubigen nicht nachgefragt wurden. Ähnlich ist es bei der evangelisch reformierten Kirchgemeinde Birmensdorf-Aesch. Pfarrer Carl Schnetzer: «Meines Wissens sind wir noch nie wegen Kerzen angefragt worden. Es gäbe auch kaum einen sinnvollen Platz dafür in unserem Kirchenbau.»

Limmattaler Zeitung vom 1. April 2017 (Gabriele Heigl)

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